Alle reden davon, dass ich unbedingt mein Money Mindset verbessern soll. Aber wie fange ich an?

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Ich hab’s gesagt. Oder besser geschrieben. Das M-Wort.

Dieses Wort, dass durch alle Social Media Kanäle wabbert, als Lösung.

Mindset (*mitdenaugengerollt*)

I get it. Überall wird suggeriert, dass man nur das eigene Mindset fixen muss und schon ist das Leben Ponyhof. Aber natürlich hast du schon längst durchschaut: Alles nur Gschwätz (excuse my Schwäbisch). Allein von Affirmationen ist noch keiner reich geworden.

Ok. Stopp.

  1. Nein, allein von Affirmationen ist wirklich noch keiner reich geworden, egal wer das behauptet. Solchen „Influencern“ kannst du sofort entfolgen.
  2. Es ist nicht alles nur Geschwätz. Leider. An der Annahme, dass dein Mindset deinen Kontostand beeinflusst, ist tatsächlich etwas dran.

Was ist ein Money Mindset?

Eine Money Mindset ist deine persönliche und individuelle Grundüberzeugung über Geld und wie Geld in der Welt funktioniert.

Es ist deine Einstellung zu Geld. Deine Money Mindset bestimmt, was du glaubst, was du mit Geld tun kannst und was nicht, wie viel Geld du glaubst, verdienen zu dürfen und zu können, wie viel du ausgeben kannst und solltest, wie du mit Schulden umgehst, ob du anderen Geld leihst, ob und wie du investierst.

Mehr Infos dazu? Kriegst du hier:

Warum Geld glücklich macht

Geld macht nicht glücklich? Wenn dieser Satz zu deinem Money Mindset gehört, dann habe ich hier eine kleine Überraschung für dich.

Woran du dein Money Mindset ausmachen kannst

Dein Money Mindset zeigt sich in verschiedenen Formen und nicht nur darin, was du im stillen Kämmerlein über Geld denkst.

Beobachte dich einmal selbst.

Dein Money Mindset kann sich zum Beispiel darin zeigen, wie du dich in Gesprächen mit anderen Personen über Geld gibst. Nimmst du aktiv daran teil, diskutierst, stellst Fragen? Oder hältst du dich zurück, hörst lieber nur zu, weil du dich unsicher fühlst?

Was fühlst du gegenüber einer Frau, die positiv über Geld spricht, ihre Finanzen im Griff hat, erfolgreich investiert? Denkst du „Was macht sie denn da, die Finanzwelt ist doch etwas für Männer“?

Wie fühlt sich dein Körper an, wenn du deinen Kontostand checkst? Normal, gut, leicht? Oder doch eher Magenkrämpfe und Ohrensausen?

Dein Verhalten, deine Gedanken und deine Reaktionen auf das Thema Geld finden meist unterbewusst statt. Wenn du aber anfängst, genauer darauf zu achten, dann wirst du schnell merken, ob dein Money Mindset eher von Mangel oder von Fülle geprägt ist.

Kindheit, Status, Kultur – was dein Money Mindset beeinflusst

Unsere Einstellung zu Geld wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Kultur und auch der Zeitgeist, in dem wir aufwachsen, beeinflussen uns durch das kollektive Gedächtnis, Geschichte aber auch wie in den Medien über Geld gesprochen wird. Diese Einflüsse sind oft weniger greifbar.

Deutlicher zeigt sich aber der Einfluss auf die Entwicklung unseres Money Mindset durch das eigene Elternhaus und der Status, in dem wir aufgewachsen sind.

Wie haben deine Eltern über Geld gesprochen? Haben sie sich darüber gestritten? Wurde Geld im Übermaß ausgegeben oder wurde an allem gespart?

Diese Fragen für dich zu beantworten kann dir eine große Hilfe sein.

Mehr noch: Sie sind der erste Schritt, um dein Mindset in eines der Fülle zu verwandeln.

Warum es wichtig ist, dass du dein Money Mindset verstehst

Ok, diesen Abschnitt können wir kurz halten: Nur was du verstehst, kannst du ändern. Und schließlich liest du diesen Artikel bis zum Ende, weil du weißt, dass du etwas ändern musst.

Ich muss zugeben, dass klingt etwas reißerisch. Als müsstest du einmal 5 Liegestützen machen und dann hast du ein Fülle-Mindset für dein ganzes Leben.

Aber leider ist es genau wie beim Sport. Wir müssen schon täglich etwas mehr als 5 Liegestützen machen, um einen gesunden Körper zu haben. Wir müssen trainieren und wenn wir bei null anfangen, ist es anstrengend (glaub‘ mir, das kenne ich gut).

Der Schlüssel heißt: Bewusstsein. Achte im Alltag ganz genau auf deine Gedanken in Bezug auf Geld. Denn deine Gedanken werden zu Gefühlen. Und deine Gefühle beeinflussen dein Verhalten.

Ich habe dazu einmal für ein paar Wochen ein Geld/Bewusstsein/Tagebuch geführt. Sorry für die komische Schreibweise, mir fällt dazu gerade kein fancy Titel ein. Es war halt ein altes zerfleddertes Notizbuch, in dem ich jeden Tag notiert habe, was ich so über Geld gedacht habe. Welche Begegnungen ich mit Geld hatte und wie ich mich dabei gefühlt habe.

Ich habe es ohne Wertung einfach aufgeschrieben. Schon nach ein paar Tagen habe ich gemerkt, wie ich angefangen habe, meine Gedanken automatisch zu hinterfragen.

Warum denke ich das? Stimmt das auch tatsächlich? Beruht das auf Fakten? Oder auf Gefühlen?

Und noch ein paar Tage später habe ich gemerkt, wie meine bewusste Anstrengung, meine Gedanken und Gefühle positiv auf Geld auszurichten, sich auch unterbewusst ausgewirkt hat.

Es hat dafür keinen Mindset Guru benötigt. Nur etwas Geduld und die Erkenntnis, dass Mindset nun mal die Basis von allem ist. Der erste Schritt für ein positives Money Mindset war getan.

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