Günstige Weihnachtsgeschenke selber machen – 3 nachhaltige Ideen

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Mein Mann und ich haben eine Tradition: Jedes Jahr wählen wir ein selbstgemachtes Geschenk aus, das wir gemeinsam herstellen und an alle Freund*innen, Tanten, Onkel und Lieblingskolleg*innen verschenken.

Es sind immer Kleinigkeiten, mit denen wir eine große Freude bereiten und meist auch Dinge, die aufbrauchbar sind.

Denn was gibt es Schlimmeres, als die 14. Weihnachtstasse zu verschenken, die dann sowieso auf dem Dachboden landet?

Weihnachtsgeschenke selber machen

Anstatt viele einzelne (und wenn wir ehrlich sind belanglose) Geschenke zu verschenken, nur damit etwas geschenkt ist, machen wir uns einen Spaß daraus, etwas Besonderes, Witziges oder Leckeres selbstherzustellen. Dass wir deshalb jedes Jahr mit neuen Skills angeben können („WAS?! Senf kann man selbst machen? Das ist doch bestimmt voll kompliziert?!“ (Spoiler: ist es nicht)) ist natürlich ein netter Nebeneffekt.

Bevor ich dir nun unsere TOP3 der selbstgemachten Geschenke der letzten Jahre verrate, hier noch ein paar Tipps für einen optimalen Ablauf:

  • Mache eine Liste aller Personen, die dieses Geschenk erhalten sollen, damit du genau weißt, wie viel ihr herstellen müsst.
  • Plane immer zwei oder drei Geschenke mehr ein. Glaub mir, du wirst sehr froh sein, wenn dir am 23. Dezember abends noch jemand einfällt, der unbedingt noch ein Geschenk braucht.
  • Wenn du die benötigten Zutaten etc. einkaufst, plane auch gleich die geeignete Verpackung sowie Geschenkbänder und Kärtchen mit ein. Ein persönliches Wort bedeutet oft mehr als du dir denkst!
  • Lege einen Tag fest, an dem du alle Geschenke herstellst. Weihanchtsgeschenke-Batching, sozusagen. Spart Zeit & Nerven!
  • Kurz vor knapp ist aber keine gute Idee. Z.B. braucht der Senf 2 Wochen Zeit zum Reifen und es wäre doch schade, wenn die Beschenkten den Senf nicht gleich probieren könnten.
  • Geschenke, die man aufbrauchen kann, wie z.B. ein selbstgemachtes Kräutersalz oder Fudge kommen super an! Bedenke aber, dass man gerade um Weihnachten herum viel (Süßes) isst. Wähle also etwas, das länger haltbar ist.
  • Mach ne Party draus! Mit der guten Playlist und ner Tasse Glühwein (außer du benutzt gerade das Bügeleisen für die Wachstücher!) wird aus jedem Geschenkemuffel ein Weihnachtself!

Los geht’s mit den 3 Geschenkideen, die garantiert Eindruck machen und deinen Geldbeutel schonen

1. Bienenwachstücher

Diese nachhaltige Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie lässt sich ganz einfach selbst machen und kam bei unseren Familien super gut an.

Das brauchst du:

  • Unbehandeltes, reines Bienenwachs, das z.B. für die Herstellung von Kosmetika benutzt wird. Ich habe dieses hier* benutzt.
  • Baumwolltücher mit möglichst glatter Oberfläche (Wie z.B. diese hier*). Muster sind immer schön.
  • Backpapier
  • Hitzefeste Unterlage (Bügeleisen geht natürlich, kann aber ne Sauerrei geben)
  • Backpinsel
  • Ein Bügeleisen
  • Textilmarker

Und so geht’s:

  • Teile die Baumwolltücher in unterschiedlich große Stücke. Prüfe z.B., wie groß sie sein müssen, um über eine normale Schüssel gespannt werden zu können.
  • Ich habe die Tücher individualisiert, indem ich die Namen mit einem Textilmarker auf die Tücher geschrieben habe. Kam gerade bei Familien gut an.
  • Lege das Baumwolltuch auf ein großes Stück Backpapier
  • Verteile die Bienenwachs-Pastillen in regelmäßigen Abständen auf dem Tuch. Fange lieber zuerst mit wenig an, du kannst dann nachbessern.
  • Lege ein zweites Stück Backpapier auf die Pastillen und gehe mit dem Bügeleisen darüber. Das Bienenwachs sollte nun in das Baumwolltuch schmelzen.
  • Achte darauf, dass das ganze Tuch gleichmäßig mit Wachs getränkt ist.
  • Auskühlen und trocknen lassen.

Geheimtipp: Wir haben noch eine kleine Gebrauchsanweisung für die Bienenwachstücher dem Geschenk beigelegt.

2. Verschenke eine Erinnerung

Ich weiß, ich weiß, das klingt irgendwie lame. But hear me out!

Erinnerungen sind so ziemlich das Schönste, was man Verschenken kann! Bill Perkins schreibt zum Beispiel in seinem Buch Lebe ein reiches Leben statt reich zu sterben*, dass unsere Erinnerungen genauso Dividenden haben wie Aktien. Denn wenn wir ein Blick auf ein Foto des letzten gemeinsamen Urlaubs, die Konzertkarten von vor 5 Jahren oder den dreckigen Bierdeckel aus der Stammkneipe aus dem Studium werfen, durchleben wir diese Momente unweigerlich noch einmal. Erinnerungen sind unbezahlbar.

Sicherlich kennst du den Trend, mit den Geschwistern oder Kindheitsfreunden alte Kinderbilder nachzustellen und dann in einer Früher-Heute-Darstellung zu verschenken. Ich kann mir wirklich keine Oma, keinen Papa und keine Kindergartenfreundin vorstellen, die da nicht verstohlen ein paar Tränen wegwischt.

Du brauchst:

  • Eine Erinnerung, egal ob Foto, Karten, o.Ä. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass etwas Gerahmtes gut ankommt.
  • Einen hochwertigen Rahmen

Geheimtipp: Schreibe auf die Rückseite, warum dir diese Erinnerung so viel bedeutet.

3. Hausgemachter Gin-Senf

Der selbstgemachte Senf war bei uns Gesprächsthema Nr. 1 an Weihnachten. Die meisten konnten es kaum glaube, dass man Senf tatsächlich selbstherstellen kann. Und waren überzeugt, dass es dafür mindestens einen Doktor in Chemie und eine Kochausbildung braucht. Wir haben sie natürlich gerne in dem Glauben gelassen und das Lob eingeheimst.

Das die ganze Prozedur nur ne Stunde gedauert hat und wir lediglich einplanen mussten, dass der Senf 2 Wochen reifen muss, haben wir natürlich nicht verraten.

Du brauchst:

  • Ein Rezept. Ich habe das hier genommen und es hat super funktioniert.
  • Unbehandelte Senfkörner. Wir haben braun und gelb gemischt, weil es besser aussieht. Achte unbedingt auf den Kilopreis, der variiert sehr stark und es kann billiger sein, eine große Packung zu kaufen (Senfkörner halten ewig). Für die gelbe Senfsaat haben wir diese* gekauft und diese braunen Senfkörner*.
  • Schöne Gläser zum abfüllen. Sie sollten luftdicht schließen. Wir haben dafür vorher leere Gläser gesammelt und die Etiketten entfernt. Kostenlos und nachhaltig!
  • Etwas Deko zum Verpacken.

Geheimtipp: Senf hat kein Verfallsdatum (bei richtiger Lagerung). Mache ruhig ein paar Gläser extra, die du über das ganze Jahr verschenkst.

Natürlich findest du auf Pinterest unzählige Ideen für selbstgemachte Geschenke. Wenn dir dieser Post ein paar Ideen gegeben hat oder deine alleinige Erkenntnis war, dass es nicht unbedingt ne neue Weihnachtstasse oder ein anderes belangloses Geschenk sein muss, dann freut mich das sehr!

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