5 Schritte, wenn dein Kontostand dir schlaflose Nächte bereitet

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Gleich mal vorweg: Wir alle kennen diese Situation, wenn wir uns nicht einmal mehr trauen, das Online-Banking zu öffnen, weil wir lieber nicht wissen wollen, ob man bei dem Kontostand auf dem Rhein Eislaufen gehen könnte.

Konto überzogen? Endlich Geld sparen?

Klar gibt es einige Quick Fixes und noch nie war es einfacher, an Geld zu kommen wie heute. Jedes Luxusgut kann man auf Raten kaufen. Wer braucht da noch über Geld nachzudenken?

Ich würde dir aber gerne zeigen, wie du mit einigen langfristigen Veränderungen einen ganz anderen Zugang zu Geld bekommst und dein Kontostand dir in Zukunft mehr Schmetterlinge als Bauchweh macht.

Ganz wichtig: Nimm dir Zeit. Wie gesagt, wir wollen unseren Umgang mit Geld nachhaltig verändern und das braucht etwas Zeit und Übung, sei es bei Haushaltsbuch oder bei deinem Budget.

1. Überblick verschaffen

Ja, das schlimmste gleich zum Anfang: Öffne dein Konto und verschaffe dir einen Überblick über alle deine Einnahmen und Ausgaben im letzten Monat. Wenn dein Konto überzogen ist und du Schulden hast, liste auch diese auf.

Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Einnahmen

Lebenshaltung

Lebenswerte

Schulden

Analysiere deine Ausgaben und teile sie eventuell in Kategorien ein. Ich nehme dafür die Kategorie „Lebenshaltung“, zu der alles zählt, was Fixkosten wie Miete, Versicherungen, aber auch Lebensmittel sind. Die zweite Kategorie sind für mich Lebenswerte, also z.B. das Netflix-Abo, der Restaurantbesuch oder das neue T-Shirt. Also Dinge, die mir wichtig sind und die mein Leben für mich schön machen.

Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, markiere alle Ausgaben, die dir im Rückblick als überflüssig vorkommen oder die absolute Impulskäufe waren.

2. Haushaltsbuch ist das neue sexy

Oma hat Recht: Ein Haushaltsbuch ist das non-plus-ultra deiner finanziellen Bildung. Führe für ein paar Monate ein Haushaltsbuch, in das du alle Ausgaben einträgst. Ich empfehle, das Haushaltsbuch nach Wochen zu führen, da es viel einfacher ist, in Wochen zu denken als in Monaten. Du kannst dir dafür ganz einfach den Reicher Leben Ausgabentracker (Haushaltsbuch Vorlage) herunterladen. 

Das Haushaltsbuch hilft dir, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel Geld du wofür ausgibst. Du wirst schnell merken, wo du Geld sparen kannst, ohne dass du auf etwas verzichtest.

Und nein, du musst nicht für immer ein Haushaltsbuch führen. Ich habe damit nach einigen Jahren aufgehört, als ich gemerkt habe, dass ich es im Griff habe. Hin und wieder fange ich wieder neu damit an, vor allem dann, wenn es große Veränderungen gab (z.B. als ich mit meinem Freund zusammengezogen bin). Dann hilft das Haushaltsbuch, die neue finanzielle Situation schneller zu verstehen.

3. Next stop: dein Budget

Lege dir ein Budget an, in dem du festlegst, wie viel du für was ausgeben willst. An erster Stelle stehen natürlich deine Lebenshaltungskosten. Es folgen die Dinge, die dir wichtig sind,  und die Rücklagen, die du bilden möchtest.

4. Endlich schuldenfrei

Wenn du Schulden hast, stellst du dir einen Abzahlungsplan auf. Dafür brauchst du die Summe der jeweiligen Schuld und das Datum, bis wann du abgezahlt haben musst oder abzahlen willst. Lege fest, wie viel du monatlich abzahlst.

11 Schritte deine Schulden abzubezahlen, egal wie viel Einkommen du hast

5. Mach den Kontocheck zur neuen Gewohnheit

Ich habe mir im Kalender jeden Sonntag einen Reminder gesetzt, dass ich mein Konto checken muss und einen kurzen Blick auf meine Finanzen werfe. Das hilft zum einen dabei, motiviert zu bleiben. Zum anderen sagst du damit deinem Gehirn, dass Geld Teil deines Lebens ist und du dich gerne damit beschäftigst. Dann fällt dir alles viel leichter, versprochen.

Ich weiß, das klingt alles nach harter Arbeit. Seinen eigenen Umgang mit Geld zu reflektieren, ist auch manchmal wirklich schwer. Wir müssen uns hinterfragen, vielleicht ärgern wir uns über alte Entscheidungen, mit deren Konsequenzen wir jetzt leben müssen (hello, Konsumschulden). Was zählt, ist dass du das jetzt in die Hand nimmst. Nichts macht mehr erwachsen, unabhängig und frei, wie diese ersten Schritte zur eigenen finanziellen Unabhängigkeit zu gehen.